VLOG #01 Privatnutzung eines Firmenwagens

Heute möchte ich Euch ein immer aktuelles Thema erklären und zwar die Privatnutzung eines betriebliches KFZ aus der Sicht des Unternehmers: Folgendes Szenario: Ein Unternehmer hat ein KFZ im BV setzt sämtliche Kosten -AFA, Benzin, Reparaturen, Steuern, Versicherung- betrieblich ab. Alles gut und schön. Nun vermutet aber das FA, dass der Unternehmer dieses auch privat für Urlausfahrten, Einkaufen, und Freizeit nutzt und somit nicht alle Kosten absetzen darf. Nun gibt es hier 2 Möglichkeiten. Entweder man schreibt ein Fahrtenbuch oder nutzt die Pauschale 1%-Regelung. Beginnen möchte ich mit der 1%-Regelung: Voraussetzung ist, dass der PKW mehr als 50% für Betrieb genutzt wird. Diese ist für den Unternehmer wenig aufwendig, aber u.U. steuerlich sehr teuer: Beispiel: KFZ 50.000€ Privatnutzung 20% geschätzt, Unternehmer hat 10.000 € als laufende Kosten betrieblich geltend gemacht. 1% vom Bruttolistenneupreis im Monat = 500€ *12 = 6000€ als fiktive BE * 30% steuern = 1.800€ reine Steuernachzahlung für den PKW, egal, wie hoch die tatsächliche Privatnutzung ist Nun das Fahrtenbuch im Vergleich: Voraussetzung ist, dass der PKW lediglich mehr als 10% für das Unternehmen genutzt wird Aufwendig für Unternehmer, aber steuerlich u.U. wesentlich günstiger Auch hier KFZ 50.000€ Privatnutzung 20% geschätzt, Unternehmer hat 10.000 € als laufende Kosten betrieblich geltend gemacht. 10.000€ * 20% = 2000€ als fiktive BE = 600€ reine Steuernachzahlung Differenz 1.200€ rein in Geld. Ordentlich ABER: das Fahrtenbuch muss ordnungsgemäß geführt werden, also mal schnell ein bisschen lax Fahrtenbuch führen und Steuern sparen ist das beißt sich. Was ist nun besser? Für die meisten Unternehmer ist tendenziell das Fahrtenbuch die bessere, aber wesentlich aufwendigere Alternative. Das muss individuell geklärt werden.