VLOG #05 Die Denkmal-Immobilie

Denkmalabschreibung

 

Herzlich willkommen zu einem weiteren Video meines Blogs „Steuerliche Themen leicht und verständlich erklärt. Heute habe ein Thema ausgesucht, wo es wirklich mal richtig Potential zum Steuern sparen gibt. Und zwar ist das die so genannte Denkmalimmobilie. Das hört man ja immer ab und zu mal so nebenbei, dass ein Kauf einer solchen Immobilie wohl steuerliche Vorteile bringen kann. Bestes neues Beispiel sind ja die ehemaligen KdF-Bauten in Prora, die jetzt zu Ferienwohnungen umgebaut werden mit wunderschönen Blick auf die Ostsee. Und das geschieht im Rahmen einer Denkmalsanierung. Wie funktioniert die Denkmalabschreibung ?Das Einkommensteuergesetz gewährt demjenigen, der eine denkmalgeschützte Immobilie als Kapitalanlage oder zur Eigennutzung erwirbt, hohe steuerliche Vorteile.Gesetzliche Grundlagen der Denkmalabschreibung §§ 7 i und 10f EStG Beginnen möchte ich mit § 7i, der kommt zum Tragen, wenn die Immobilie nach Fertigstellung vermietet wird. Was sind nun die steuerlichen Vorteile? Normale Immobilie jährliche Afa 2% vom Kaufpreis, Denkmal bis zu 9% jährlich 8 Jahre lang und danach noch mal 4 Jahre 7%.  Wie wird die Denkmalabschreibung berechnet?vereinfachtes Beispiel: Herr Meier erwirbt eine zu sanierende Denkmalimmobilie. Die Sanierungsaufwendungen betragen hier laut Kaufvertrag 550.000 €. Somit haben wir hier im Jahr der Fertigstellung des Gebäudes eine Jahresafa von 50.000 € für die Sanierung. Das sind 50.000 € steuerlicher Verlust und wenn man von einem Steuersatz bei Gutverdienern von 40% ausgeht, heißt das ich bekommen vom FA 20.000 € pro Jahr alleine für die Abschreibung zurück. In 12 Jahren denkmal-Afa sind das ca. 220.000€, d.h. fast die Hälfte vom Kaufpreis bekommt man innerhalb von 12 Jahren vom FA erstattet. Das ist doch Wahnsinn. Wichtig: Man benötigt hier eine Denkmalbescheinigung über die Höhe der Sanierungsaufwendungen und dass das Gebäude als Baudenkmal erhalten oder sinnvoll genutzt wird. Das ist aber oft ein Problem, da dies manchmal aufgrund der Schnelligkeit unserer Behörden bis zu 3 Jahre dauert…das Finanzamt akzeptiert jetzt aber auch eine vorläufige Bescheinigung und die gibt es schneller. Und jetzt noch was tolles zum Schluss: Normalerweise kann man ja solche Verluste nur geltend machen, wenn man die Immobilie vermietet. Aber beim Denkmal ist das nicht so, dieses kann man auch selbst nutzen und die steuerlichen Vorteile generieren. Das sagt nämlich der § 10f EStg. Und sogar die Abschreibungssätze sind die gleichen wie bei einer Vermietung. Also das lohnt sich schon. Als Abschluss muss man natürlich sagen, dass die Denkmalimmobilien unheimlich beliebt sind und ebenso wie normale Immobilien erstmal ein Vermögen kosten. Also man braucht wie immer viel geld um viel Steuern zu sparen. Ich hoffe ich konnte Euch in das Thema nen kleinen Einblick geben, ich wünsche Euch eine schöne Zeit. Machts gut, bis zum nächsten Mal, ich freue mich auf Euch, Eurer Micha