Keine Verteilung von außergewöhnlichen Belastungen auf mehrere Jahre – BFH vom 12.07.2017


Aufwendungen i.S. des § 33 Abs. 1 EStG sind grundsätzlich in dem Veranlagungszeitraum zu berücksichtigen, in dem der Steuerpflichtige sie geleistet hat.
Sachverhalt und Verfahrensgang: Die im Jahr 2004 geborene Tochter der Kläger ist schwer- und mehrfachbehindert. Sie wird im Elternhaus gepflegt und betreut. Im Jahr 2011 bauten die Kläger ihr Haus für insgesamt 165.981 € behindertengerecht um. Für 2011 machten die Kläger Umbaukosten in Höhe von 60.000 € als außergewöhnliche Belastungen geltend und beantragten, den Restbetrag auf die folgenden beiden VZ zu verteilen. Eine Verteilung der Aufwendungen auf mehrere Jahre lehnte das FA ab.
Aufwendungen i.S. des § 33 Abs. 1 EStG sind grundsätzlich in dem VZ zu berücksichtigen, in dem der Steuerpflichtige sie geleistet hat.
Wirken sich außergewöhnliche Belastungen in dem VZ, in dem sie geleistet werden, mangels eines hinreichenden Gesamtbetrags der Einkünfte nicht aus, sieht das Gesetz keine Möglichkeit vor, den restlichen Betrag in einen anderen VZ zu übertragen.