Buchführung - Erfassung von unbaren Kartenumsätzen im Kassenbuch (BStBK), Eingabe der BStBK v. 27.04.2018

Die BStBK hat eine Eingabe an das BMF zur Erfassung von unbaren Kartenumsätzen im Kassenbuch veröffentlicht. In ihrer Eingabe spricht die BStBK das umstrittene Thema an, ob die Darstellung der Geld- oder Kreditkarten-Umsätze im Kassenbuch zulässig ist.

Hintergrund: Das BMF hat sich am 16.08.2017 gegenüber dem DStV e.V. zu dieser Problematik geäußert und ausgeführt, dass in der Regel bare und unbare Geschäftsvorfälle getrennt zu verbuchen sind. Zudem seien im Kassenbuch nur Bareinnahmen und Barausgaben zu erfassen.

Die BStBK regt an, folgende Nichtbeanstandungsregelung und Klarstellung zu treffen:

• Insbesondere in den Fällen, in denen eine kurzzeitige gemeinsame Verbuchung und Aufzeichnung von baren und unbaren Geschäftsvorfällen erfolgt und die unbaren Umsätze nachvollziehbar direkt wieder aus dem Kassenkonto ausgebucht und dem Kassenbuch ausgetragen werden, liegt kein formeller Mangel und kein Verstoß gegen die GoBD vom 14.11.2014 vor.
• Zudem sollte klargestellt werden, dass in einem Tagesbericht bzw. Kassenbuch eine zahlungswegunabhängige Aufschlüsselung der Einnahmen nach Umsatzsteuersätzen ausreichend ist und innerhalb der baren und unbaren Einnahmen nicht zusätzlich eine Aufschlüsselung nach Umsatzsteuersätzen erforderlich ist. Anderenfalls dürften viele Registrierkassen nicht mehr verwendet werden.
• Diese Regelungen könnten z.B. im BMF-Schreiben zur Einzelaufzeichnungspflicht nach § 146 Abs. 1 AO aufgenommen werden, welches sich derzeit noch in der Abstimmung mit den Ländern befindet.